Allgemein

Alpine Spa Hotel Haus Hirt, Bad Gastein / AUT

Früher hielten Monarchen ihre verwöhnten Füße ins heilende Wasser von Bad Gastein, heute verwandelt eine neue Generation von Hoteliers den einstigen Belle Epoque Dschungel zur kreativen Alpendestination. Wir durften im Haus Hirt einchecken – und entdeckten schon das erste Schmuckstück dieses magischen Ortes.

Traditionell etwas Geschichte vorweg, denn nur wer die Historie dieser Gegend kennt, kann verstehen, um was es hier geht: Bad Gastein gehörte im 19. Jahrhundert zu den absoluten „glamour girls“ des Berg- und Kurbad-Tourismus. Der Aufstieg Bad Gasteins begann mit der Entdeckung der Heilquellen, die es auch heute noch im Ort gibt. Paläste wurden errichtet, Grand Hotels, wie man sie sonst nur in Nizza und Viareggio kannte, sorgten für eine erlesene Klientel. Die Kaiserin Sissi oder der Schah von Persien hielten ihre verwöhnten Füße ins heilende Wasser, um abends am Casino-Tisch einen auf dicke Hose zu machen. Am Ende bekam der Ort den Namen „Monaco der Alpen“ zugewiesen und Österreich-Ungarn hatte sein Prestigeobjekt.

Doch mit dem 2. Weltkrieg kam der Absturz, Hotels endeten als Ruinen, und zu allem Überfluss kamen Spekulanten, die versuchten, aus den Immobilien in erster Linie Geld zu machen. Drei der ehemaligen Prachtbauten des Ortes stehen noch immer leer. Dabei hat der Ort genau das, was viele Urlauber in diesen Tagen suchen: eine traumhafte Landschaft und wunderbare Altbauten mit viel Platz für kreative Ideen.

Inzwischen hat sich Bad Gastein aber zu einer „next generation“ Destination gemausert. Verantwortlich hierfür ist vor allem eine kleine Gruppe von Hoteliers, die an die Kraft dieser Destination glauben. Zum Beispiel Evelyn und Ike Ikrath. Sie betreiben – neben dem Hotel Miramonte – das Haus Hirt. Ein Pretty Hotel wie es im Buche steht.

 

2hirt2
hirt-36k

Das Haus Hirt über dem Pongauer Tal.

3hirt35k

Schon der Empfang ist perfekt. Denn die Rezeption ist so gemütlich wie das eigene Wohnzimmer. Ungefähr so geht es weiter. Man nächtigt in einem komfortablen Zimmer (uns gefielen die im 1. Stock am besten, denn sie sind noch im historischen Altbaustil), blickt entweder hinüber zu den Prachtbauten von Bad Gastein oder hinunter, ins Tal des Pongaus.

Dazu gibt es im Haus Hirt eine Art Dauerverpflegung. Frühstück bis elf, Mittags-Buffet von zwölf bis fünf und Abendessen ab 18.00 Uhr, meist beginnt es mit einem Kindertisch, an dem alle Kleinen, die sich gerade im Haus befinden, zusammen dinieren. (Und das sind meist eine ganze Menge, denn es gibt auch eine Kinderbetreuung).

Schreibe einen Kommentar